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Rohrweihe – einfach beeindruckend


Ein Leben im Röhricht.

Rohrweihen zu fotografieren ist für uns eine der interessantesten Aufgaben in der Naturfotografie. Mit langen Brennweiten und schnellen Kameras hat man als Naturfotograf die besten Chancen erfolgreich diese schönen Vögel auf den Chip zu bannen. Bereits der Name „Rohrweihe“ deutet auf den typischen Brutplatz dieses Greifvogels hin. Ausgedehnte Schilflandschaften sind der typische Lebensraum der Rohrweihe. Das Nest wird, wie bei allen Weihen, auf dem Boden gebaut. Bei der Rohrweihe zumeist in ausgedehnten Schilf- und Röhrichtbeständen, aber manchmal auch in Getreide- und Rapsfeldern. Hier sind das Gelege bzw. die Jungvögel wenn sie vom Landwirt nicht bemerkt werden akut durch Erntemaschinen bedroht. Wie alle Weihen jagt  die Rohrweihe ihre Beute im offenen Gelände, zumeist in niedrigem Suchflug. Zur Beute der Rohrweihe gehören meist Kleinsäuger wie Mäuse und Wasservögel, meist flügge Jungvögel. Beutetiere bis zur Größe einer Stockente bzw. junger Kaninchen oder Hasen sind auch möglich aber selten. Die Rohrweihe ist ein Zugvogel und in Mitteleuropa etwa von März bis Oktober zu beobachten. Ausgefärbte Männchen gehören mit ihrem bräunlichen Körpergefieder und ihren silbergrauen Flügeln mit ausgedehnt schwarzen Spitzen zu den „buntesten“ einheimischen Greifvögeln. Weibchen und Jungvögel sind weitgehend dunkelbraun gefärbt, Oberkopf, Kehle und Teile der Flügeldecken sind dagegen beige abgesetzt.


Rohrweihe

Mit einer Länge von 48-62 cm ist die Rohrweihe in etwa so groß wie ein Bussard, jedoch schlanker und  mit schmaleren Flügeln. Die großen eleganten Flieger der offnen Landschaft haben eine Flügelspannweite bis zu 130 cm. Es ist schon beeindruckend wenn man eine Rohrweihe am Himmel sieht. Das Weibchen ist durchgängig dunkelbraun gefiedert und hat einen hellgelben Kopf. Beim rostbraunen Männchen sind die mittleren Bereiche der Flügel silbergrau, die Flügelspitzen schwarz. Sie hat ein Gewicht von ca. 400-670 Gramm. Das Nest der Rohrweihe wird meistens in dichten Röhricht über dem Wasser gebaut oder zwischen Sumpfpflanzen direkt auf dem Boden. Ihr Brutleben läuft gut versteckt im Halmenmeer des Schilfwaldes ab und ist äußert selten zu beobachten. In der Brutzeit von Mai bis August legt das Weibchen 3-7 Eier. Nach 31-36 Tagen schlüpfen die Jungen. Sie verlassen das Nest nach 38 bis 40 Tagen, bleiben aber noch ca. 2 Wochen in Horstnähe und folgen erst später den Eltern. Ab März/April ist der beeindruckende akrobatische Balzflug des Männchens zu beobachten: Scheinangriffe gegen das Weibchen, Sturzflüge und plötzliches Seitwärtskippen mit nachfolgendem Sturzflug dienen der Bindung zwischen den Partnern. Während der Brutzeit kümmert sich das Rohrweihenmännchen nur um die Nahrungssuche. Die Beute wird dem Weibchen im Fluge oder auf dem Boden übergeben. Wir sind sehr froh dass wir diese Szenen unweit einer kleinen Strasse bereits einige Jahre hintereinander immer wieder beobachten und auch fotografieren konnten.


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Letzte Aktualisierung: 13.10.2017
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