Direkt zum Seiteninhalt

Landschaften


Landschaften in der Naturfotografie heißt die Natur in Ihrer Gesamtheit fotografieren.

Das heißt Berge, Seen, Felder, Wälder abzulichten. Landschaften zu fotografieren bedeutet „mit Licht malen". Das Licht dafür liefert uns die Sonne. Je nach Einfallwinkel erzeugt sie strahlende Lichtsäume, interessante Schattenrisse, geheimnisvolle Reflexe oder taucht die Natur in leuchtende oder warme Farben. Was die Landschaftsfotografie auszeichnet, ist dass hier die Aufnahmetechnik oftmals in den Hintergrund rückt. Hier kommt es mehr auf das Einfangen von Licht und Stimmung an. Ein Fotoamateur mit einem schmalen Budget und einer Kompaktkamera hat hier genauso gute Möglichkeiten zu einem erstklassigen Landschaftsfoto zu kommen, wie ein professioneller Berufsfotograf mit einer Spiegelreflexkamera. Nur in der Landschaftsfotografie hat man die Möglichkeiten ganz in Ruhe, ohne Hektik und Stress sich mit der Technik vertraut zu machen und dabei die verschiedensten Blickwinkel, Aufnahmestandpunkte und Lichtstimmungen zu studieren. Am Abend wenn das Licht der Sonne sich langsam tiefer senkt, und die Natur ein Schauspiel aus Licht und Schatten inszeniert entstehen Glücksgefühle die es nicht einfach machen, die Faszination der Natur bewusst zu erleben, und sich dabei auf die Fotografie zu konzentrieren. Drähte, Gebäude, Zäune oder Menschen zerstören gerade in der Landschaftsfotografie häufig die Bilder. Die Wahl des Motivs, des Bildausschnittes, die richtige Belichtung unter Berücksichtigung der ständig wechselnden Lichtverhältnisse verursachen bei uns ein Spannungsgefühl und man neigt leicht zu Fehlern.


Gewitterstimmung

Durch die Landschaftsfotografie wird vor allem die Umwelt in Fotos festgehalten. Die Motive sind dabei sehr unterschiedlich. Sie können sich z.B. auf die Skyline einer Stadt, auf ein Waldstück, einen See, eine Gebirgskette oder auch auf alte oder neue Industriegebiete beziehen. Auch die schön gestalteten Parks und Gärten in unseren Städten sind immer wieder Motive der Landschaftsfotografie. In der Landschaftsfotografie braucht ein Motiv im Vordergrund einen angemessenen Hintergrund und eins im Hintergrund einen Vordergrund. Das kling erst einmal  simpel, ist aber gar nicht so einfach umzusetzen. Landschaftsfotografen sollten bei ihrer Arbeit in der Regel viel Zeit haben. Die Landschaft, die fotografiert werden soll ist keine Momentaufnahme, die schnell im Kasten sein muss. Daher sollte man sich genügend Zeit nehmen, das beste Licht abwarten und die optimale Perspektive und den besten Ausschnitt in Ruhe wählen.


Mit kleinen Spielereien kann man in der Landschaftsfotografie verblüffende Effekte erzielen. Durch das Spiel mit Raum, Weite und Tiefe lassen sich beeindruckende Fotos erzielen. Um den gewünschten Effekt zu erreichen, wird bei der Landschaftsfotografie ein Weitwinkelobjektiv eingesetzt. Durch starke Weitwinkelobjektive werden oft ganz neue Perspektiven geboten. Weitwinkelobjektive zeichnen sich nicht nur durch den weiten Blickwinkel aus, sondern auch durch ihre Tiefenschärfe, die für eine gute Landschaftsaufnahme benötigt wird und auch charakteristisch ist. Da bei den meisten Objektiven die Gesamtschärfe bei Blende 8 am stärksten ist, kann diese als Standarteinstellung bei der Landschaftsfotografie gelten. Eine geringe Schärfentiefe wirkt meistens fehl am Platze oder gar plump.

Berglandschaft

Ein schlechtes Wetter gibt es in der  Landschaftsfotografie nicht. Gerade bei „schlechten Witterungsverhältnissen" ergeben sich bei der Landschaftsfotografie meist besonders reizvolle Bilder. Dunkele Regenwolken verleiten einem Landschaftsfoto eine bedrohliche Stimmung. Nach einem Regenschauer entstehen oft Regenbögen. Regentropfen sowie Schneeflocken können eine Landschaft in ein ganz anderes Bild rücken.

Landschaftsfotografie lebt in hohem Maße vom natürlichen Licht. Dieses Licht können Sie nicht beeinflussen. Hier kommt es auf den richtigen Augenblick an, in dem das Licht die Schönheit der Landschaft hervorhebt, und diese zur Geltung bringt. Da das Licht bei der Landschaftsfotografie eine sehr bedeutende Rolle spielt, sollte man die Zeit des Sonnenauf- oder Sonnenuntergangs nutzen. Zu dieser Tageszeit ist das Licht meist sehr harmonisch und nicht so hart wie die Mittagssonne. Landschaftsfotos, die nicht bei bedecktem Himmel entstehen, haben fast immer große Bereiche mit starken Lichtern und ebenso Bereiche mit tiefen Schatten. Die dadurch entstehenden hohen Kontraste so fotografisch umzusetzen das eine besondere Wirkung entsteht ist eine besondere Herausforderung. Besonders im Frühjahr und im Herbst spielt ein Licht, oft eine ganz wesentliche Rolle. Wenn die Sonnenstrahlen das frische Laub im Frühjahr, oder das Herbstlaub der Bäume durchdringen leuchtet es in allen möglichen Farben. Das sind Situationen die man als Landschaftsfotograf festhalten sollte. Bodennebel, den die Sonne hier und da durchbricht, bietet ganz besonders reizvolle Motive in der Landschaftsfotografie. Pastelltöne dominieren das Bild der Landschaft, und Kontraste verschwinden. Die Landschaft erscheint in einem ganz besonderen weichen, ja fast mystischen Licht. Das sind die Momente die man in der  Landschaftsfotografie suchen sollte. In der Landschaftsfotografie ist es noch wichtiger als bei allen anderen fotografischen Themen, dass Sie einfach ein Auge entwickeln, mit dem Sie das besondere im Licht der Landschaft erkennen und das Spiel von Licht und Schatten dann fotografisch umsetzen. Landschaftsfotografie lebt neben dem Licht von dem richtigen Ausschnitt. Oft sind nur wenige Schritte erforderlich, die den richtigen Bildausschnitt ermöglichen.


Letzte Aktualisierung: 13.10.2017
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü